Eine neue Ära der Krebsmedizin hat begonnen:

die Integrative Onkologie, Tumormedizin und Naturheilkunde arbeiten Hand in Hand, um die Therapien für die lebensgefährliche Erkrankung verträglicher zu machen und die Heilungschancen zu verbessern.


Dobos, Gustav; Kümmel, Sherko

Gemeinsam gegen Krebs

ISBN 978-3-89883-265-6, 304 S.

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24,95 €

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Dieses Buch der renommierten Wissenschaftler Prof. Dr. Dobos und PD Dr. Kümmel liefert alles über:

• Neue Therapieansätze in der Onkologie

• Bessere Behandlungserfolge

• Hilfe zur Selbsthilfe

• Stärkung von Körper, Geist und Seele

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Wir haben die ersten Inhalte für Sie zusammengestellt:

Was können Patienten tun?

Wie ein Erdbeben auf einem Quadratzentimeter, sagt eine Patientin, habe sich das angefühlt, als der Arzt ihr die Diagnose »Krebs« mitteilte.... weiterlesen!

Naturheilkunde gegen Krebs

Drei Dinge kann die Naturheilkunde unterstützend zur onkologischen Behandlung leisten: Sie lindert die Nebenwirkungen der Krebsbehandlung. Sie stärkt Körper und Psyche. Und sie gibt dem Patienten einen wichtigen Teil der Verantwortung zurück... weiterlesen!

Nebenwirkungen mildern

Viele Menschen haben mehr Angst vor den Nebenwirkungen einer onkologischen Therapie als vor der Erkrankung selbstselbst – das ist fatal, denn der Krebs muss mit aller Entschlossenheit bekämpft werden... weiterlesen!

Was können Patienten tun?

Wie ein Erdbeben auf einem Quadratzentimeter, sagt eine Patientin, habe sich das angefühlt, als der Arzt ihr die Diagnose »Krebs« mitteilte. Es ist nur natürlich, dass man in einer solchen Situation mit einem Schock reagiert. Doch die gute Nachricht ist, Patienten können lernen, der Angst, die im Verlauf der Krankheit immer wieder zurückkehren wird, etwas entgegenzusetzen. Sie können und sollten sich sowohl körperlich als auch emotional stärken – von der Diagnose an und während und nach der onkologischen Behandlung. Hierbei helfen kann die Naturheilkunde. Damit Sie außerdem den richtigen Arzt finden, müssen Sie mitreden: Stellen Sie gezielt Fragen zu Diagnose, Therapie, Nebenwirkungen und einer Begleitbehandlung mit Naturheilkunde. Ein guter Arzt wird zu schätzen wissen, dass Sie die Verantwortung für Ihre Gesundheit selbst übernehmen und Sie bei einer integrativen Krebsbehandlung unterstützen.

Naturheilkunde gegen Krebs

Drei Dinge kann die Naturheilkunde unterstützend zur onkologischen Behandlung leisten: Sie lindert die Nebenwirkungen der Krebsbehandlung. Sie stärkt Körper und Psyche. Und sie gibt dem Patienten einen wichtigen Teil der Verantwortung zurück – indem sie ihn motiviert, sich selbst für seine Gesundheit einzusetzen.Ein besonders breites Wirkungsspektrum hat beispielsweise die Akupunktur. Sie wird zur Linderung von Schmerzen bis hin zur Bekämpfung von einigen Nebenwirkungen der Chemotherapie und Bestrahlung eingesetzt.Seelische Reaktionen auf die Krankheit, aber auch die sozialen Prozesse, die sie auslöst, fängt insbesondere die Mind-Body-Medizin auf.Doch auch wenn die Naturheilkunde als vermeintlich sanft gilt, sind pflanzliche Wirkstoffe im Zusammenhang mit einer Chemotherapie oder Bestrahlung nicht immer unbedenklich – einer von vielen weit verbreiteten Irrtümern zum Thema Krebsbehandlung.

 Akupunktur

Das Behandeln mit Nadeln genießt in Deutschland nicht nur unter den Patienten hohe Anerkennung: 89 Prozent der Patienten, die Erfahrungen damit gemacht haben, würden sie wieder in Anspruch nehmen. Selbst jeder zweite Universitätsmediziner ist davon überzeugt, dass sie positiven Nutzen hat. Auch in der Krebstherapie ist die Akupunktur ohne Zweifel ein sehr hilfreiches Instrument:• Sie bessert Übelkeit und Erbrechen als Folge einer Chemotherapie.• Sowohl die Körper- als auch die Ohrakupunktur können zur Linderung von Schmerzen beitragen.• Erstaunlich effektiv ist Akupunktur außerdem gegen Angst, Unruhe und depressive Verstimmung.• Ebenso wirksam ist Akupunktur bei Schlaflosigkeit.• Akupunktur hilft erfolgreich, die chronische Müdigkeit (Fatigue) nach einer Chemotherapie zu lindern.Die Akupunktur ist als Methode gut untersucht. Für sie spricht auch, dass sie die Gabe von Medikamenten und die klassischen onkologischen Therapien nicht beeinflusst. Näheres über den Einsatz der Akupunktur bei Krebs lesen Sie im Buch »Gemeinsam gegen Krebs«. In Deutschland gibt es an die 40.000 Ärzte und Therapeuten, die Akupunktur anbieten, zudem eine große Zahl an Heilpraktikern. Die Behandlung kostet zwischen 40 und 60 Euro pro Sitzung.

 Mind-Body-Medizin: Strategien gegen die Angst

Die Mind-Body-Medizin versucht, das Zusammenspiel von Körper, Geist, Psyche und Verhalten positiv zu beeinflussen. Ein Ziel ist es, Stress zu reduzieren oder seine Wirkung auf den Menschen zumindest abzumildern. Dazu setzt sie Konzentrations- und Entspannungstechniken ein wie Meditation, autogenes Training, progressive Muskelentspannung sowie die asiatischen Bewegungstherapien Yoga, Qigong und Tai-Chi.

Langfristige Lebensstilveränderung

Die Mind-Body-Medizin will auch langfristige Veränderungen des Lebensstils erzielen – etwa mit gesunder Ernährung und Ausdauersport. Sie versucht, über eine verinnerlichte Zustimmung (Adhärenz) ein dauerhaft verbessertes Gesundheitsverhalten zu erreichen. Zudem sollen die schützenden und die heilenden Kräfte des Menschen nachhaltig gestärkt werden. Um das zu bewirken, sollen die Betroffenen voneinander lernen, eigene Alltagserfahrungen einzubringen und körperlich zu erfahren, dass sie die Symptome ihrer Krankheit selbst positiv beeinflussen können.

Neue Gedankenmuster lernen

Aus der Verhaltensforschung kommt die »Kognitive Umstrukturierung«, die auf eine bewusst durchgeführte Abschwächung selbstschädigender Gedanken zielt. Die Patienten sollen die Muster ihrer Wahrnehmung erkennen (zum Beispiel »Katastrophisierung« oder »Selbstzweifel«) und dann lernen, diese mit der Realität zu vergleichen und entsprechendzu relativieren.

Mind-Body-Medizin bei Krebs

Während einer Krebsbehandlung hat die Mind-Body-Medizin unschätzbare Vorteile und sollte daher so früh wie möglich erlernt werden: Die Patienten haben ein Ziel vor Augen, das sie aktiv anstreben können. Sie werden von negativen Gedanken abgelenkt und verlieren viele Ängste. Sie verstehen, dass es immer noch Hoffnung gibt. Die Mind-Body-Medizin kann nicht nur die Psyche und das Nervensystem stärken. Sie spielt auch eine wichtige Rolle bei der Linderung von Nebenwirkungen: Sie kann Schmerzen dämpfen, Übelkeit bessern, Komplikationen vorbeugen und Heilungszeiten verkürzen. Sie stabilisiert das Immunsystem.

Ganz wichtig: soziale Unterstützung

Mind-Body-Verfahren werden am besten in der Gruppe erlernt. Denn viele Studien zeigen, dass soziale Unterstützung das Risiko für Krankheiten senkt, die psychische Verfassung bessert, motiviert und anregt. Sie stärkt ein positives Selbstbild, das dem Einzelnen die Gewissheit vermittelt, sich selbst und die eigenen Lebensbedingungen steuern und gestalten zu können. 

Risiken pflanzlicher Stoffe in der Krebstherapie

Ärzte raten zu pflanzlichen Wirkstoffen bei Krankheiten wie Erkältungen, Magenverstimmungen oder Befindlichkeitsstörungen. Sie denken oft, das pflanzliche Mittel schade jedenfalls nicht, der Patient aber habe das Gefühl, dass ihm geholfen werde. Das trägt dazu bei, dass viele Menschen glauben, pflanzliche Medikamente seien grundsätzlich frei von Nebenwirkungen und gut geeignet, sich auch mal selbst zu kurieren. Das ist jedoch ein Trugschluss. Obwohl man sie frei in Apotheken, Drogerien und Supermärkten kaufen kann, stellen sie hochwirksame Arzneien dar, die richtig eingesetzt, sehr viel zur Genesung beitragen können. Bei falscher Anwendung können sie jedoch auch erheblichen Schaden anrichten.

Beeinträchtigung der Chemotherapie

Inhaltsstoffe von Pflanzen können die Wirkung von Antikrebsmitteln beeinträchtigen, zum Beispiel, indem sie deren Bioverfügbarkeit verändern. Das heißt, sie beeinflussen ihre Ausbreitung und Verteilung im Organismus, auch Abbau und Ausscheidung. Eine besondere Rolle kommt dabei dem Cytochrom-P450-System zu. Dessen Enzyme sind hauptsächlich in der Leber zu finden, wo sie unter anderem Medikamente abbauen und damit unwirksam machen oder sie in eine Form überführen, die vom Körper ausgeschieden werden kann. Dazu gehört das Enzym CYP3A4, das mehr als ein Drittel der verabreichten Menge an Chemotherapeutika oxidiert und damit abbaut. Substanzen, die dieses Enzym hemmen, verlangsamen diesen Prozess und intensivieren auf unerwünschte Weise die Wirkung der Chemotherapie. 

Nehmen Sie auf gar keinen Fall Johanniskraut während einer Chemotherapie ein und trinken Sie keinen Grapefruitsaft! Auch Echinacea, Ginkgo, Pfefferminze, Rotklee und Baldrian können die Cytochrom-Aktivität und damit die Wirkung einer Chemotherapie verändern. Halten Sie auf jeden Fall Rücksprache mit einem Arzt! Machen Sie ihn auf die Problematik aufmerksam: Wenn er sie nicht kennt, sollte er sich kundig machen.


Nebenwirkungen

Viele Menschen haben mehr Angst vor den Nebenwirkungen einer onkologischen Therapie als vor der Erkrankung selbst – das ist fatal, denn der Krebs muss mit aller Entschlossenheit bekämpft werden. Verfahren der Naturheilkunde helfen den Patienten dabei. In der Integrativen Onkologie werden mögliche Nebenwirkungen nicht verschwiegen oder beschönigt, sondern von Anfang an offen angesprochen und thematisiert. Während die klassische Onkologie sich vor allem auf die schwersten Nebenwirkungen wie Übelkeit fokussiert und dafür Medikamente bereithält, verfügen Naturheilkunde und andere traditionelle Heilverfahren über ein breites Feld an Interventionen, die in der Regel weniger intensiv und langsamer wirken, dafür aber in der Regel kaum negative Auswirkungen haben. Vor allem aber bieten viele Naturheilverfahren den Betroffenen die Chance, selbst etwas zu tun.Die chronische Müdigkeit, auch als Fatigue bezeichnet, ist eine der Begleiterscheinungen bei Krebs, bei denen Methoden aus der Naturheilkunde besonders helfen. Weitere Nebenwirkungen und was dagegen hilft finden Sie im Buch »Gemeinsam gegen Krebs«.

Hilfe gegen Fatigue

Über 70 Prozent der Krebspatienten klagen über extreme Schwäche oder eine Art chronische Müdigkeit, mindestens an einem Tag während ihrer Chemo- oder Strahlentherapien. Bei vielen geben sich diese Symptome nach dem Ende der Behandlung, bei einem Drittel der Patienten aber bleiben sie noch Monate erhalten. Fatigue hängt aber nicht immer mit der aktuellen Behandlung, sondern auch direkt mit der Krebserkrankung zusammen.

Das können Sie selbst tun:

1. Bewegung

Bei Patienten, die unter dem Fatigue-Syndrom leiden, kann Bewegung hilfreich sein. Oft genügt schon regelmäßige moderate Bewegung.Anwendung: Wenn möglich, sollten Sie sich täglich bewegen, besonders empfehlenswert ist Ausdauertraining. Falls Sie nicht in der Lage sind, 30 Minuten am Stück zu trainieren, können Sie auch 3-mal täglich 10 Minuten üben. Sanfte Ausdauersportarten sind zum Beispiel Walking, Schwimmen oder Radfahren. Wie intensiv trainiert wird, hängt von der individuellen Verfassung ab. Fordern Sie sich also durchaus, aber überfordern Sie sich niemals! Wenn es Ihnen am nächsten Tag schlechter geht, ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass Sie übertrieben haben.Kontraindikationen: Am Tag der Chemotherapie sollte kein Sport betrieben werden.

2. Mind-Body-Medizin

Mit den Methoden der Mind-Body-Medizin können Sie das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele positiv beeinflussen. Entspannung ist dabei ein wichtiger Schritt aus der ständigen Überreizung. Gerade mit der progressiven Muskelentspannung nach Jacobson gibt es gute Erfolge bei Fatigue, noch dazu lässt sich diese Methode besonders leicht erlernen, und Sie erfahren bewusst den Unterschied zwischen An- und Entspannung. Wer schlecht in Ruhe loslassen kann, für den eignen sich auch bewegungsintensivere Entspannungsmethoden wie Yoga, Tai-Chi oder Qigong.3. Wechselwarme oder kalte GüsseRegelmäßig angewendet, beruhigen die Temperaturreize des Wassers das vegetative Nervensystem. Körper und Psyche entspannen sich, und eine allgemeine Kräftigung stellt sich ein.Anwendung: Für den Anfang genügen wechselwarme Kniegüsse. Sobald man nach einigen Tagen die wechselnde Wassertemperatur gut toleriert, geht man über zum kalten Knieguss, dann zum Schenkelguss. Schließlich kann man den Guss auf den gesamten Körper ausdehnen und zum Wechselduschen übergehen. Beginnen Sie für den Knieguss mit warmem Wasser an der kleinen Zehe des rechten Fußes und führen Sie den Schlauch bis zum Knie. Begießen Sie die Kniekehle und führen Sie den Schlauch dann an der Innenseite des Unterschenkels hinunter bis zur Großzehe. Das Gleiche dann auf der linken Seite wiederholen. Das machen Sie so lange, bis eine gute Erwärmung eingetreten ist. Zum Schluss werden noch die Fußsohlen abgegossen. Anschließend wiederholen Sie das Ganze für wenige Sekunden mit kaltem Wasser. Dieser Wechselguss wird insgesamt dreimal durchgeführt.Der Wechselschenkelguss läuft im Prinzip genauso ab, nur dass die Gussführung an der Körperrückseite bis unterhalb des Beckenkamms reicht und an der Vorderseite bis zur Leistenbeuge.Kontraindikationen: fehlende körperliche Belastbarkeit, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen, nicht ausreichend eingestellter Bluthochdruck, fieberhafte Erkrankungen, Thrombosen, ausgeprägte Krampfadern. Nicht anwenden sollten Sie die Güsse an den Tagen der Chemotherapie.Methoden, für die Sie einen Spezialisten brauchen.

Akupunktur

Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Akupunktur bei Fatigue-Patienten. Auch gibt es Hinweise aus Studien, dass Akupunktur die Fatigue-Symptome nach einer Chemotherapie deutlich reduzieren kann. Die Akupunktur sollte ein erfahrener Therapeut durchführen.Kontraindikationen: schwergradige Gerinnungsstörungen (hierunter fällt auch eine Therapie mit gerinnungshemmenden Medikamenten, wie z.B. Marcumar®), Lymphödeme in den zu akupunktierenden Arealen. Auch bei ausgeprägter Verminderung der weißen Blutkörperchen sollte keine Akupunktur durchgeführt werden. In solchen Fällen ist jedoch eine Laser-Akupunkturbehandlung möglich.Weitere Nebenwirkungen und was dagegen hilft finden Sie im Buch »Gemeinsam gegen Krebs«. 

Über die Autoren:

Prof. Dr. med. Gustav Dobos leitet an den Kliniken Essen-Mitte die Abteilung Naturheilkunde und Integrative Medizin. Mit einem in Europa bisher einzigartigen Konzept, das die Innere Medizin mit traditionellen Heilverfahren verbindet, behandelt der Internist dort chronisch Kranke. Gustav Dobos ist außerdem Inhaber des europaweit einzigen Lehrstuhls für Naturheilkunde und Integrative Medizin an der Universität Duisburg-Essen, gefördert durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.

PD Dr. med. Sherko Kümmel ist seit 2010 Direktor des Brustzentrums an den Kliniken Essen-Mitte, die in einer europaweit einzigartigen Kooperation Naturheilverfahren in die Brustkrebstherapie integriert. Auf seine Initiative geht das internetbasierte Behandlungsprogramm (SenoExpert) zurück, das der wachsenden Zahl wissenschaftlicher Studien in der Krebsmedizin Rechnung trägt. Bevor er 2006 als Oberarzt nach Essen wechselte, war er Forschungsleiter für gynäkologische Onkologie der Universitätsfrauenklinik am Campus Mitte in Berlin und Oberarzt an der Charité. 

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