Tag der offenen Tür: #verlagebesuchen

Kategorie: Hinter den Kulissen, ZS Verlag

Jedes Jahr dick und rot bei uns im Kalender: Der Welttag des Buches am 23. April! Dieses Jahr gab es eine besondere Aktion unter #verlagebesuchen – und wir haben mit Neugierde und Begeisterung gerne mitgemacht. Für alle Interessierten standen unsere Türen weit offen und jeder konnte einen Blick hinter die Kulissen unseres Verlages werfen und bei Kaffee und Kuchen (natürlich selbstgebacken!) mit uns in Austausch kommen.

Wie entsteht ein Kochbuch?

Ein besonders interessantes Schmankerl hatte unsere Redakteurin Eva zusammen mit Autorin Susanne Klug vorbereitet: Einen Workshop zum Thema „Wie entsteht ein Kochbuch?“ Und die beiden Damen wussten natürlich, wovon sie sprechen. Susanne Klug unterstützt mit ihrem dicken Familienkochbuch „Yummy!“ so manche Familie beim schnellen, gesunden und genussvollen Kochen und verriet, woher sie die vielen Ideen nimmt. Die kommen nicht von ungefähr, hat sie doch selbst Kinder, denen nicht alles schmeckt, was Mami sich so ausdenkt. Für Erstaunen bei den Besuchern sorgte Susannes Vorgehen: Sie überlegt sich die Rezepte im Kopf, ohne sie auszuprobieren. Da sei jeder Kochbuchautor und Rezeptentwickler anders. Getestet werden die Rezepte natürlich trotzdem, bevor sie im Buch landen; in Susannes Fall von Familie und Freunden und immer auch direkt beim Fotoshooting.

Hier kam Eva aus der Redaktion ins Spiel: Sie erzählte, wie die Buch-Arbeit auf Verlagsseite abläuft. Im Vorfeld ist das große Denken und Recherchieren: Braucht es dieses Buch überhaupt? Wie viele Titel mit einem ähnlichen Thema gibt es schon auf dem Markt? In welchem Preissegment? Wie können wir uns davon abheben, etwa mit einem individuellen Layout oder neuen Ideen? Außerdem muss ein ansprechender, aussagekräftiger Titel gefunden werden und das Cover wird in abteilungsübergreifenden Runden besprochen, was oft reichlich Diskussionsstoff bietet.

Wenn es dann konkret wird, wird für das Buchprojekt ein Strukturblatt angelegt, das aufzeigt, wie viele Rezepte pro Kapitel geschrieben werden müssen und wie die Einteilung der Kapitel aussieht. „Manchmal bekomme ich nur abfotografierte, handschriftlich verfasste Rezept-Zettel, die ich dann entziffern muss“, lacht Eva. Die Food-Fotografie spielt neben den eigentlichen Rezepttexten eine große Rolle; es muss ein passender Fotograf gefunden werden, bestimmt werden, welche Rezepte fotografiert werden und ob es auch Personen- oder sogenannte Mood-Fotos geben wird. Manchmal fallen erst beim Shooting Fehler oder Ungereimtheiten im Rezept auf – Redakteurin und Autorin schauen da dann ganz genau hin.

Und das Gefühl, das eigene Kochbuch zum ersten Mal in Händen zu halten, liebe Susanne Klug? –„Unglaublich gut!“, lacht sie.

Besonders gefreut haben uns die vielen Fragen der Besucher – zum Verlag, zum Kochbuchmarkt, zu dem großen Thema Buch vs. Internet.

Und zum Schluss? Haben wir den Nachmittag bei netten Gesprächen und Leckereien ausklingen lassen. Und freuen uns auf den Welttag des Buches im nächsten Jahr!

 

 

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